QUERSCHNITT

QUERSCHNITT Bilder von Sigi Hirsch Im Schloss Seehof- Restaurant , Memmelsdorf Ab 1. Februar 2013 bis Ende Mai 2013 Sigi Hirsch, geboren 1945, war mit seiner literarischen Illustrierten „TOTAL“ Deutschlands jüngster Verleger, u.a. Verlagsleiter, staatl. gepr. Betriebswirt, Werbeleiter, Hafenarbeiter, Buchhändler und Antiquar.. Er ist heute – und schon immer – Poet und Maler , also ein Malerpoet. Seine Bilder sind auch in der „Rathausschänke“ Bamberg und in der „Klostergalerie“ in Hof zu sehen. Gezeigt werden abstrakte Kompositionen in Pastellkreide und Tempera auf Papier, die als formfarbliche Ableitungen teils figürlicher, meist aber floraler Motive zu deuten sind. Dabei gelangt der Künstler zu einer Stilsprache, die zwischen den Darstellungsformen eines Wassily Kandinsky und denen eines Cy Twombly changiert – zwischen einer rational begründeten Reduktion der sichtbaren Wirklichkeit auf einige wenige, rudimentär vereinfachte Chiffren und einer psychedelisch durchdrungenen, of lyrisch tönenden Zeichensprache. Was Sigi Hirsch auf seinen Bildern zeigt, sind zu Energiefeldern verdichtete Strukturen, die durch gestalterische Ergänzungen bewusst konterkariert werden. Man könnte diese Arbeiten, die nach dem Prinzip der Art Brut nicht selten als automatistisch hervorgebrachte Bilderfindungen entstanden sind, als „Klangbilder“ bezeichnen. Oft haben sie mehr mit der ästhetischen Auffassung der Zwölftonmusik oder mit dem vermeintlichen Chaos des Freejazz zu tun als mit den gestalterischen Wiederholungen visueller Erlebnisse des täglichen Sehens. In diesem Sinne verstehen sich die Darstellungen von Sigi Hirsch als bildgestalterische Transskriptionen einer inneren Wirklichkeit. Er ist eigentlich ein künstlerischer Anarchist. Dr. Matthias Liebel, Kunsthistoriker
Wo: 
Schloss Seehof in Memmelsdorf
Datum/Zeit: 
Freitag, 1. February 2013 (All day)